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Igel im Garten: Richtige Hilfe im Hohenlohekreis

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Igel im Garten: Richtige Hilfe im Hohenlohekreis

Igel im Garten: Wie Sie den Tieren im Hohenlohekreis wirklich helfen

💡 Das Wichtigste in Kürze:

  • Igel sind streng geschützt – Fang, Verletzung oder Tötung sind verboten, auch mit guter Absicht
  • Ein igelfreundlicher Garten mit Wildecken, Laub- und Reisighaufen hilft mehr als Fütterung
  • Nur verletzte, kranke oder untergewichtige Igel im Spätherbst brauchen professionelle Hilfe von Auffangstationen

Viele unterschätzen, wie wichtig naturnahe Gärten für Igel sind. Wer in Hohenlohekreis lebt und seinen Garten pflegt, trägt automatisch zum Schutz dieser faszinierenden Tiere bei. Igel sind in Deutschland stark bedroht – nicht durch Jagd, sondern durch fehlende Lebensräume und häufige Fehler bei der gut gemeinten Hilfe. Dieser Artikel zeigt, wie echte Unterstützung funktioniert.

Igel sind streng geschützt nach dem Bundesnaturschutzgesetz

Das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) stellt Igel unter vollständigen Schutz. Das bedeutet: Fang, Verletzung, Tötung und sogar die Entnahme aus der Natur sind verboten – unabhängig von der Absicht. Viele Gartenbesitzer im Hohenlohekreis meinen es gut, wenn sie einen Igel mitnehmen, den sie tagsüber antreffen. Doch dies verstößt gegen das Gesetz und schadet dem Tier oft mehr als es hilft. Ein aktiver, tagsüber sichtbarer Igel ist nicht automatisch in Not. Nur unter bestimmten Bedingungen ist Eingreifen erforderlich.

Der igelfreundliche Garten als beste Hilfe

Der wirksamste Weg, Igel zu unterstützen, ist die Gartengestaltung. Lassen Sie Wildecken, Unterholz und Hecken stehen – hier finden Igel Insekten und Schutz. Laub- und Reisighaufen sind ideale Winterquartiere und sollten mindestens bis April erhalten bleiben. Verzichten Sie auf Schneckenkörner und Pestizide, die Igeln die Nahrung nehmen und vergiften können. Auch Mähroboter, die nachts laufen, sind tödlich. Wer in Hohenlohekreis und Umgebung seinen Garten auf diese Weise naturnah gestaltet, leistet den besten Dienst für Igel.

Wann braucht ein Igel wirklich Hilfe?

Ein Igel ist in Not, wenn er tagsüber aktiv ist und apathisch wirkt, wenn er verletzt oder krank aussieht, oder wenn er im Spätherbst (Oktober bis November) unter 500 Gramm wiegt. Auch Igel mit Fliegenbefall oder Zeckenbefall brauchen schnelle Hilfe. In solchen Fällen kontaktieren Sie umgehend eine Igel-Auffangstation. Diese finden Sie über die Internetseiten von NABU oder Pro Igel e.V. Auch der zuständige Veterinär im Hohenlohekreis kann Adressen nennen. Schnelles Handeln ist hier entscheidend.

Was Sie auf keinen Fall tun sollten

Igel mit Milch zu füttern ist tödlich – das wird immer noch viel zu oft gemacht. Igel sind Laktose-intolerant. Auch sollten Sie einen Igel nicht einfach in den Garten „entlassen" oder eigenständig überwintern lassen, ohne Erfahrung und die richtige Infrastruktur zu haben. Dies führt zu Stress, Unterernährung und oft zum Tod. Auch Ignoren Sie nicht die Gesetze – das Mitnehmen eines „verwaisten" Igels kann Konsequenzen haben. Fragen Sie stattdessen Fachleute um Rat.

Was Sie konkret tun können

Bieten Sie freien Zugang zu frischem Wasser an – eine flache Schale in einer ruhigen Ecke reicht aus. Bei Bedarf können Sie hochwertiges Katzenfutter ohne Soße oder spezielle Igelfutter in einem geschützten Bereich anbieten. Besser noch: Schaffen Sie natürliche Lebensräume. Bei ernsthaften Notfällen wenden Sie sich sofort an eine Igel-Auffangstation. Adressen finden Sie unter NABU.de oder Pro-Igel.de. Auch im Hohenlohekreis gibt es spezialisierte Anlaufstellen – erfragen Sie diese bei der zuständigen Gemeinde oder dem Veterinäramt.

Häufig gestellte Fragen

Darf ich einen Igel anfassen?
Ja, aber nur wenn nötig – etwa bei Verletzungen oder zur Rettung vor Gefahr. Tragen Sie Handschuhe und bewegen Sie sich ruhig. Ein gesunder Igel sollte in Ruhe gelassen werden.

Kann ich einen Igel überwintern?
Nur mit fundiertem Wissen und korrekter Ausrüstung. Unerfahrene Pflege führt zu Stress. Besser: Auffangstation kontaktieren. Diese hat die nötige Erfahrung und Infrastruktur.

Was fressen Igel gerne?
Natürlich: Insekten, Schnecken, Larven. Im Notfall: Katzen-Nassfutter ohne Soße oder spezielles Igelfutter. Niemals Milch, Obst oder gekochte Speisen.

Ein igelfreundlicher Garten ist die beste Hilfe. Mit Wildecken, Laub- und Reisighaufen bieten Gartenbesitzer im Hohenlohekreis wertvollen Lebensraum. Im Notfall: Fachleute über NABU oder Pro Igel e.V. kontaktieren.

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